Zugang zum LSG Hammewiesen

Der Bahndamm mit seiner Unterführung bildet hier das Eingangstor und Beginn der „Rue de Kack“ zum Landschaftsschutzgebiet mit der im Amtsdeutsch schnöden Bezeichnung OHZ1, Ortsteil Lintel. Eintritt und Wegezoll werden bisher für das von der Verwaltung des Lk Osterholz den Besuchern der Landschaft verordnete „Gelenkte Naturerleben“ noch nicht erhoben. Auch die Parkmöglichkeiten beidseits der Zufahrt für die ins Gelände eingeführten PKW sind noch gebührenfrei und zeitlich nicht limitiert. Kostenpflichtige Zwangsführungen des unwissenden Bürgers auf ausgewiesenen Wegen unter Leitung hiesiger BioS Mitarbeiter sind bisher auch noch kein Thema. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Eines ist jedoch nach Inkrafttreten der Sammelverordnung ganz gewiss: Die Hamme, der Fluss der zur Entstehung dieser einzigartigen Landschaft über Jahrhunderte hinweg geführt hat, den wird man in diesem Gebiet nicht mehr zu Gesicht bekommen. Dafür haben das zuständige Planungsamt des Lk Osterholz und die Naturschutzverbände Sorge getragen. Aussperren des Menschen von der Natur ist deren gemeinsames Ziel, koste es was es wolle.

Unmittelbar hinter dem Bahndamm befinden sich Abzweigungen unbefestigter Wege. Rechts geht’s zur allseits bekannten Wienbrücke mit dem renaturierten Unterlauf des Scharmbecker Bachs.

Links führt die Route zum Ortsteil Settenbeck mit der idyllisch gelegenen Lehmkuhle und weiter über die Neustadt nach Ritterhude. Empfehlenswert ist diese Verbindung allerdings nicht, denn hier stinkt’s gewaltig. Wie? Sie möchten diese trotzdem benutzen? Meinetwegen, Sie werden’s garantiert nach ein paar hundert Metern bereuen. Ein direkt am Weg neu errichtetes landwirtschaftliches Anwesen mit einem ausgewiesenen Bestand von ca. 400 Stück Milchvieh, einem riesigem Güllebehälter und großer Fläche an Futtersilage sorgen für einen üblen Geruch.

Im weiteren Verlauf der „Rue de Kack“ Richtung Süden befindet sich seit ca. 65 Jahren das Klärwerk Osterholz-Scharmbeck. Eine Geruchsbelästigung durch den Betrieb hält sich in Grenzen. Es erwartet den Besucher nur ein leicht fauliges Aroma allerdings in keinster Weise vergleichbar mit der vorab beschriebenen Schlagkraft des Kuhstalls. Wer aber mit einem feinen, sensiblen Näschen ausgestattet ist dem sind Freitagabend oder der Samstag ab 17:00h zu empfehlen. Zu diesen Zeiten besteht bei allen Einwohnern der Stadt anscheinend das Bedürfnis einer kompletten Reinigung des Körpers. Ein Bouquet aus Wellness & Beauty Dusch- und Badelotionen empfängt den Besucher; vermischt mit dem leicht fauligen Basisgeruch des Klärwerks entfaltet sich ein „Unique Fragrance“ außerhalb jeder Norm der bisher bekannten Duftnoten.

Nu biste drin in den Linteler Maisen, einem Teilgebiet des LSG Hammewiesen.

M= voraussichtlicher Maisanbau 2017

Wird fortgesetzt.

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